Heute endet an unserer Grundschule die Projektwoche „Trommelzauber“ mit einer grandiosen Aufführung.
Ich hatte das Glück, u.a. die ersten Momente der Woche miterleben zu dürfen: mehr als 200 Kinder unterschiedlichster Nationen starren gebannt auf den Mann mit der großen Trommel, der ohne Worte zu spielen anfängt-da dauerte es nicht lange, bis die Kinderhände den Rhythmus auf der Trommel fanden. Dieser Moment der Integration hat mich tief berührt. Plötzlich waren Herkunft, Sprache, Religion und all die Dinge, die uns scheinbar trennen in der Hintergrund getreten - Musik ist und bleibt die Sprache, die uns verbindet und überall auf der Welt verstanden wird!
Diese Energie begleitete uns ebenfalls auf dem Elternabend - mit viel Lachen, Tanz und Musik ist er sicherlich nicht so schnell vergessen.
Die Welle schwappte auch nach Hause...
Meine Kinder kamen singend aus der Schule zurück - im Treppenhaus hallt es besonders schön - und hörten den ganzen Nachmittag nicht mehr auf damit.
Sogar mein Jüngster (2 Jahre) singt schon munter mit.
Da wir uns gleich nach dem Konzert mit Trommeln eingedeckt haben, gab es hier das erste Geschwisterkonzert.
Endlich konnte auch der Kleine trommeln - bei unseren Schulmitmachtagen konnte er nur stauen und rührte nicht eine Trommel an.
Außerdem staunte ich, dass meine Tochter, die Aufführungen seit jeher peinlich findet und sich gerne in der hinterste Reihe verkriecht, sich einen Platz in der 1. Reihe ergatterte.
„Mama, das Mutmachlied hat mich stark gemacht! Jetzt trau ich mich!“
Meine extrovertierte, impulsivere Tochter hingegen wirkt nach dieser Woche geerdeter und legte einen souveränen Auftritt hin.
Herzlichen Dank, lieber Jonny, für diese wundervolle, lebensfrohe Woche.
